Jammer - frei!

Jammern kann jeder! Das haben wir alle gut drauf. In der 21-Tage-Challenge von Karin Wess ist die "Jammerfreie Zone" das aktuelle Thema. Inzwischen habe ich schon so einiges inspirierende bei den anderen Teilnehmern zum Jammern gelesen und der Tenor ist, dass man da echt was draus machen kann.

Jammern, jammervoll, jammer-schade, gejammer, jämmerlich, Katzenjammer, Jammergestalt, Jammerlappen, Jämmerling, Jam- mertal ... es gibt richtig viele Worte zu jammern. Ursprünglich stammt das Wort jammern angeblich von einem Weh- und Klagelaut ab. Es ist die laute Klage gemeint, die einen schmerzlichen, bedauerlichen Zustand des Elends, Unglücks, Kummers oder der Verzweiflung beschreibt. Und eingesetzt wird es, um missliche Lagen zu beschreiben, um Druck auszuüben (es wäre ein Jammer, wenn du ...) und Mitleid zu erregen.

Karin Wess
Karin Wess

Wie können aus Jammerei Lösungen entstehen? Da bedarf es sicherlich eines Prozesses der Wahrnehmung. Ich finde es passt gut zu den Themen Ärger und Wut, denn bei allen ist eine Situation der Auslöser und bei genauerem betrachten  - Selbst-reflexion - stellt man fest:

"Stopp Mal, ich fühle mich ... . Und mir fehlt gerade ... . Und ... möchte ich so gerne." Die Punkt Punkt Punkt kann jede/r passend der erlebten Situation füllen.

Wie macht man nun aus der Erkenntnis heraus den nächsten Schritt? Wenn ich auf die Gewaltfreie Kommunikation sehe, dann ist es sicherlich eine Bitte. Eine Bitte an dich selbst, an jemand anderen, eine Bitte um Verständnis oder Spiegelung. Und schon stehe ich nicht mehr alleine und ablehnend da, sondern bin in Verbindung mit der Situation oder dem Gegenüber.


Aus dem Jammertal wird ein Höhenflug, aus jämmerlich wird zuversichtlich, aus jammerschade kommt eine neue Chance, aus Jammerbild wird eine Initiative und so gibt uns der Jammer immer wieder einen Anlass etwas zu bewegen und uns wieder glücklich zu machen.                      Auf geht's - packen wir's an!