Feedback Teil 2 - Geben

Die 5 Fragen, die zu einem gelingenden Feedback führen.

 

1. Wird man nach einem Feedback gefragt oder möchte man einen Ratschlag geben?

Mache einen Unterschied dazwischen. Wird man gefragt, möchte der Gegenüber wissen, wie das Gesagte beim Zuhörer ankam und möchte konkret eine Rückmeldung von mir. Die andere Situation ist, dass ich dringend etwas mitteilen möchte. Meistens steckt die Absicht dahinter Lob oder Kritik anzubringen. Stelle dir also konkret die entscheidende Frage:

2. Wem soll das Feedback dienen?

"Mir selbst." - D.h. ich möchte mich darüber mitteilen, wie ich etwas erlebt habe.

"Dem Anderen." - D.h. das Feedback soll dazu beitragen, dass die betroffene Person einen Gewinn hat.

Wie gelingt das? Stelle dir die nächste Frage:

3. Womit ist man zufrieden oder unzufrieden?

Stelle fest, was das Gebotene gebracht hat. Was hast du erlebt, gefühlt? Welche Bedürfnisse waren erfüllt, welche nicht?

4. Was soll das Feedback bewirken?

Soll Begeisterung ausgedrückt werden? Soll etwas verändert werden? Das Konzept, der Inhalt, das Verhalten, die Rahmenbedingungen? Oder möchte ich etwas über meinen Zustand mitgeteilt werden? War ich einfach müde, im Stress, in Gedanken wo anders? Und wünsche mir eine veränderte Situation für das nächste Mal?

5. Was ist mein Weil?

Wofür soll sich etwas ändern? D.h. wofür trete ich ein und was ist mir wirklich wichtig, dass ich es dem Anderen mitteile.

Immer wieder steht hier die Selbstwahrnehmung und der Selbstausdruck an. Beides ist entscheidend, um die eigene Position und Intention zu klären. Ist meine Position klar, kann ich mit mehr Empathie auf den Anderen eingehen. Und Achtung vor Ratschlägen, was der Andere anders machen soll oder besser machen könnte. Denn da kommt der Punkt an dem ich die Verantwortung übernehme! Das ist nicht der Sinn von Feedback. Viel Erfolg beim gelingenden Feedback, das von dem Anderen wertschätzend angenommen wird.